Chilenischer Carménère mit Charakter – saftige Frucht, feine Würze und elegante Fassreife!
Der Viu Manent Carménère Gran Reserva 2024 ist ein ausdrucksstarker Rotwein aus dem renommierten Colchagua Valley in Chile. Er vereint die intensive Fruchtigkeit der Rebsorte Carménère mit einer charakteristischen Würze und der eleganten Struktur, für die das traditionsreiche Weingut Viu Manent bekannt ist.
Im Glas präsentiert sich der Wein in einem tiefen Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase entfalten sich intensive Aromen von reifen Pflaumen, Brombeeren und Blaubeeren, begleitet von schwarzem Pfeffer, feinen Kräutern und dezenten Röstaromen.
Am Gaumen zeigt sich der Carménère vollmundig und ausgewogen. Die saftige dunkle Frucht verbindet sich mit einer angenehmen Würze, einer lebendigen Frische und gut eingebundenen Tanninen. Feine Anklänge von geröstetem Kaffee und Eichenholz verleihen dem Wein zusätzliche Tiefe, ohne die Fruchtigkeit zu überdecken.
Der Abgang ist lang und harmonisch, mit einer schönen Verbindung aus reifen Beeren, würzigen Nuancen und eleganter Struktur.
Ein charaktervoller, trockener Rotwein, der die typischen Eigenschaften des chilenischen Carménère besonders schön zum Ausdruck bringt.
Speisenbegleitung
Mit seiner intensiven Frucht und der feinwürzigen Aromatik ist der Viu Manent Carménère Gran Reserva ein hervorragender Begleiter zu kräftigen und aromatischen Gerichten.
Besonders schön harmoniert er mit gegrilltem Rindfleisch, Lamm, Schweinefilet und würzigen Schmorgerichten. Auch zu Ente, Geflügel in Senfsauce oder mediterranen Gerichten mit Paprika und Kräutern passt er ausgezeichnet.
Eine spannende Kombination ergibt sich außerdem mit leicht pikanten Speisen, beispielsweise einem aromatischen Curry oder Gerichten der südamerikanischen Küche.
Wir empfehlen eine Trinktemperatur von 16 bis 18 °C. In einem großzügigen Rotweinglas können sich die Frucht- und Gewürzaromen besonders schön entfalten.
Weinbereitung & Besonderheiten
Eine französische Rebsorte, die in Chile ihre zweite Heimat gefunden hat.
Das Weingut Viu Manent wurde 1935 von Miguel Viu Manent und seinen Söhnen gegründet und zählt heute zu den renommierten Familienweingütern Chiles. Seit mehreren Generationen steht die Familie für hochwertige Weine, bei denen die Herkunft der Trauben und ein sorgfältiger Ausbau im Mittelpunkt stehen.
Die Weinberge liegen im Colchagua Valley, südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago. Die Region gehört zu den bedeutendsten Rotweingebieten des Landes. Warme, sonnige Tage und kühlere Nächte ermöglichen eine gute Traubenreife, während die Temperaturunterschiede dazu beitragen, Frische und aromatische Vielfalt zu bewahren.
Die Trauben für den Carménère Gran Reserva stammen aus dem Weinberg La Capilla nahe Peralillo. Die Carménère-Reben sind dort im Durchschnitt bereits über 30 Jahre alt. Diese gewachsenen Weinberge bilden eine wichtige Grundlage für die Konzentration und Ausdruckskraft des Weins.
Die besondere Geschichte der Rebsorte Carménère
Ursprünglich stammt Carménère aus dem französischen Bordeaux, wo sie früher zu den traditionellen roten Rebsorten gehörte. Nach der Reblauskatastrophe im 19. Jahrhundert verlor sie in Frankreich jedoch zunehmend an Bedeutung.
In Chile entwickelte sich ihre Geschichte ganz anders: Dort wurde Carménère lange Zeit irrtümlich für Merlot gehalten. Erst 1994 wurde die Rebsorte offiziell als eigenständiger Carménère identifiziert.
Heute gilt sie als eine der charakteristischsten Rotweinrebsorten Chiles und hat besonders im Colchagua Valley hervorragende Bedingungen gefunden.
Typisch für Carménère sind seine dunkle Frucht, die feine Kräuter- und Pfefferwürze sowie eine meist angenehm geschmeidige Tanninstruktur.
Sorgfältige Vinifikation und ausgewogener Holzausbau
Für die Gran-Reserva-Linie verwendet Viu Manent ausgewählte Traubenpartien aus seinen Weinbergen. Ziel ist es, die reife Frucht der jeweiligen Rebsorte mit einer eleganten Struktur und einem harmonischen Holzeinfluss zu verbinden.
Nach der Ernte werden die Trauben entrappt und schonend verarbeitet. Während der Gärung wird auf eine behutsame Extraktion geachtet. So können sich Farbe, Aromen und Gerbstoffe aus den Traubenschalen lösen, ohne dass der Wein unnötig hart oder kantig wirkt.
Anschließend erfolgt ein sorgfältig abgestimmter Ausbau, bei dem französische Eichenfässer eine wichtige Rolle spielen. Die Fassreife ergänzt die charakteristische Carménère-Frucht um feine Gewürz- und Röstaromen und unterstützt die Entwicklung einer harmonischen Struktur.
Dabei bleibt die Balance entscheidend: Das Holz soll den Wein nicht dominieren, sondern seine Frucht und die typischen Eigenschaften der Rebsorte unterstreichen.
So entsteht ein Carménère, der die warme, fruchtbetonte Stilistik Chiles mit einer eleganten, feinwürzigen Seite verbindet.