Die Hofpäsch Riesling Auslese 2024 zeigt die süße Seite des Mosel-Rieslings mit viel Frische und Spannung. Reifer Pfirsich, Aprikose und gelbe Früchte treffen auf Zitrus und feine florale Noten. Am Gaumen konzentriert und saftig mit ausgeprägter Fruchtsüße, die von einer lebendigen Rieslingsäure ausbalanciert wird. So wirkt die Auslese trotz ihrer Fülle nicht schwer, sondern animierend und elegant mit einem langen, mineralisch geprägten Nachhall.
In der 1,5-Liter-Magnum besitzt der junge 2024er hervorragende Voraussetzungen für eine langsame weitere Entwicklung. Mit zunehmender Flaschenreife können sich zur intensiven Frucht immer stärker würzige, honigartige und komplexe Reifenoten gesellen.
Speisenbegleitung
Hervorragend zu fruchtigen Desserts, Apfeltarte oder Crème brûlée, aber ebenso spannend zu Blauschimmelkäse und kräftigem gereiftem Käse. Das Zusammenspiel aus Süße und Säure macht die Auslese außerdem zu einem hervorragenden Begleiter asiatischer Gerichte mit etwas Schärfe. Natürlich funktioniert sie auch wunderbar solo als süßer Abschluss eines Menüs.
Weinbereitung & Besonderheiten
Die Hofpäsch Auslese wird aus 100 % Riesling erzeugt. Andreas Benders Mosel-Rieslinge stammen aus seinen Steillagen, deren Schieferböden eine wichtige Grundlage für den Stil seiner Weine bilden. Die kargen Hänge erfordern viel Handarbeit und bieten gleichzeitig hervorragende Bedingungen für Riesling: intensive Aromatik trifft auf die für die Mosel typische Frische und mineralische Spannung.
Besonders schön ist die Geschichte hinter dem Namen „Hofpäsch“. Anders als der Name zunächst vermuten lässt, handelt es sich nicht um den Namen einer einzelnen Weinlage. Hofpäsch ist ein alter Haus- und Hofname von Andreas Benders Familie in Leiwen, dessen Geschichte sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Bender hat damit seinem Riesling einen sehr persönlichen Namen gegeben, der unmittelbar mit seiner Heimat und Familiengeschichte verbunden ist.
Die Bezeichnung Auslese steht für einen Prädikatswein aus besonders reifen, selektierten Trauben mit hohem natürlichem Mostgewicht. Beim Hofpäsch bleibt ein deutlicher Anteil der natürlichen Fruchtsüße erhalten. Entscheidend für die Balance ist die lebendige Rieslingsäure, die der Süße Frische und Spannung entgegensetzt.
Andreas Bender verfolgt im Keller einen zurückhaltenden Ansatz und arbeitet mit spontaner Gärung durch die natürlich vorhandenen Hefen. Der Hofpäsch wird im Edelstahl vergoren und anschließend auch in älteren Holzfässern ausgebaut. Das Holz dient dabei nicht dazu, kräftige Röstaromen zu erzeugen, sondern gibt dem Wein Raum für seine Entwicklung.
Die 1,5-Liter-Magnum ist für einen hochwertigen restsüßen Riesling besonders spannend. Im Großformat verläuft die Flaschenentwicklung langsamer und gleichmäßiger. Zusammen mit Fruchtsüße und Rieslingsäure sind das hervorragende Voraussetzungen für eine lange Reife.