Beim 2025er Ungeheuer ist die 2025er Expertise offenbar noch nicht öffentlich verfügbar; die Lage und der 2025er Wein selbst sind aber bereits offiziell bestätigt. Deshalb übernehme ich die gesicherten, jahrgangsunabhängigen Angaben von Bürklin-Wolf und vermeide erfundene 2025er Verkostungsdetails. Das Weingut besitzt 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil des Ungeheuers, bepflanzt 1985.
Allgemeine Beschreibung
Das Forster Ungeheuer zählt zu den großen Riesling-Lagen der Mittelhaardt und zeigt bei Dr. Bürklin-Wolf eindrucksvoll die kraftvolle, würzige Seite von Forst. Der Riesling verbindet reife gelbe Frucht und Zitrusnoten mit Kräuterwürze und einer markanten mineralischen Prägung. Am Gaumen zeigt er sich konzentriert und druckvoll, zugleich präzise und elegant. Eine lebendige Säure und die würzig-mineralische Struktur sorgen für Spannung und einen langen, vielschichtigen Nachhall.
Speisenbegleitung
Ein großer Riesling für anspruchsvolle Speisen. Hervorragend zu gebratenem Fisch, Krustentieren und kräftigeren Fischgerichten, ebenso zu Kalb und Geflügel. Auch zu Pilzgerichten und feinwürziger asiatischer Küche ist seine Verbindung aus Kraft, Frische und Würze ein spannender Begleiter.
Weinbereitung & Besonderheiten
Das Forster Ungeheuer gehört zu den berühmtesten Weinlagen der Pfalz. Dr. Bürklin-Wolf bewirtschaftet hier 0,9 Hektar im historisch besonders wertvollen Teil der Lage. Die Riesling-Reben dieser Parzelle wurden 1985 gepflanzt.
Die Lage befindet sich am Fuß des Haardtgebirges und besitzt eine südöstliche Hangneigung. Dadurch erwärmt sich das vulkanische Basaltgestein im Boden schnell. Dichte Ton- und Sandschichten können gleichzeitig Wasser speichern und versorgen die Reben auch während trockener Phasen. Gerade dieses Zusammenspiel aus vulkanischem Gestein, Ton und Sand prägt den kraftvollen und mineralisch-würzigen Charakter der Ungeheuer-Rieslinge.
Dr. Bürklin-Wolf klassifiziert das Ungeheuer als G.C. – die höchste Stufe der hauseigenen, am burgundischen Grand-Cru-Prinzip orientierten Klassifikation. Die Weinberge werden biodynamisch bewirtschaftet. Die G.C.-Rieslinge werden mit natürlichen Hefen spontan vergoren und ausschließlich in traditionellen großen Holzfässern ausgebaut.
Auch der ungewöhnliche Lagenname hat eine Geschichte: „Ungeheuer“ hat nichts mit einem Monster zu tun, sondern geht auf den Familiennamen eines ehemaligen Deidesheimer Stadtschreibers zurück.
Das Forster Ungeheuer steht für einen Riesling mit Substanz und großem Entwicklungspotenzial. Gerade mit etwas Flaschenreife können sich die zunächst kraftvolle Struktur und Mineralität zunehmend zu einem komplexen, vielschichtigen Gesamtbild verbinden.